Aufhebungsvertrag

Hier erfahren Sie alles Rund um das Thema Aufhebungsvertrag, Ihre Rechte und die Pflichten des Arbeitgebers.

Was ist eine Abfindung und habe einen Anspruch

Als Abfindung bezeichnet man eine einmalige Zahlung, die ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes erhält.

Einen Anspruch auf Abfindung sieht das deutsche Recht nicht vor. Dennoch wird in den allermeisten Kündigungsfällen eine Abfindung gezahlt.

Der Grund dafür ist, dass viele Kündigungen unwirksam oder zumindest sehr angreifbar sind. Im Rahmen von Aufhebungs- oder Abwicklungsverträgen bieten Arbeitgeber daher häufig Abfindungen an, damit der Arbeitnehmer im Gegenzug die Kündigung akzeptiert.

Lassen Sie hier Ihren Fall kostenfrei und unverbindlich  einschätzen!

Warum werden Aufhebungsverträge abgeschlossen?

Meistens bietet Ihnen Ihr Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag an, wenn er Sie aus wirtschaftlichen Gründen kündigen möchte, aber ihm tatsächlich die Voraussetzungen für eine betriebsbedingte Kündigung fehlen.

Um den Unsicherheiten der Wirksamkeit von außerordentlichen oder ordentlichen Kündigungen und einer Überprüfung im gerichtlichen Verfahren zu entgehen, versuchen Arbeitgeber häufig, die Arbeitnehmer zur Unterzeichnung von Aufhebungsverträgen zu bewegen.

Ihr Arbeitgeber wurde hierzu höchstwahrscheinlich von einem Anwalt beraten!

Was könnten Nachteile eines Aufhebungsvertrages sein?

Es gibt einige Aspekte, die häufig in einem Aufhebungsvertrag vereinbart werden, die aber negativ für Sie sein können!

Sie sind an den Vertrag gebunden

Ist der Aufhebungsvertrag erstmal unterschrieben, ist es schwer, sich von diesem wieder zu lösen.

Häufig ist auch keine Vorauflösung vereinbart, sodass Sie sich bis zum Beendigungszeitpunkt nicht von dem Vertrag lösen können, auch wenn Sie schon einen neuen Job haben.

Mögliche Sperrzeit für den Bezug von Arbeitslosengeld

Als zweiseitige Vereinbarung wertet die Bundesagentur für Arbeit („Jobcenter“) Aufhebungsverträge häufig als “selbst verursachte Lösung des Beschäftigungsverhältnisses”.

Die Folge ist in aller Regel eine Sperrzeit von bis zu drei Monaten bei dem Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I).

Ihr Arbeitgeber wird Ihnen in den allermeisten Fällen eine sehr geringe Abfindung im Aufhebungsvertrag anbieten.

Diese später nachzuverhandeln ist schwierig bis unmöglich!

Darf mein Arbeitgeber das Bestehen des Angebots für einen Aufhebungsvertrag an Bedingungen knüpfen?

Es kommt vor, dass der Arbeitgeber Dinge/Sätze sagt wie: „Dieses Angebot zählt nur jetzt und nur heute“ oder „Unterschreiben Sie jetzt oder es kommt die Kündigung“. Das darf Ihr Arbeitgeber nicht!

Verstößt Ihr Arbeitgeber gegen das Gebot fairen Verhandelns, ist der Aufhebungsvertrag nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts unwirksam.

Das Gebot fairen Verhandelns wird verletzt, wenn der Arbeitgeber

  • eine psychische Drucksituation schafft oder ausnutzt

und dadurch

  • eine freie und überlegte Entscheidung des Arbeitnehmers

erheblich erschwert oder unmöglich macht.

Ist der Vertrag aber erst unterschrieben, müssen Sie beweisen, dass der Arbeitgeber Sie unter Druck gesetzt hat. Lassen Sie den Aufhebungsvertrag durch unsere Spezialisten prüfen, um eine optimale Aufhebungsvereinbarung auszuhandeln!